In diesem Jahr feiern die Information Days mit ihrer 20. Ausgabe ein Jubiläum. Zum Thema »Der polyglotte Architekt: Willkommen in Babylon« haben sich an drei aufeinanderfolgenden Tagen in drei deutschen Städten  hochkarätige Referenten eingefunden. Auch drei unserer Autoren waren vor Ort:

Gernot Starke, der jeweils vormittags die Keynote mit dem Titel »Schnittstellen – Horror der Informatik« hielt. Jeweils Nachmittags konnte man dann  eine Session zu »Crowdsourcing the Architecture – Der verteilte Architekt« von Stefan Toth hören… Die Münchner Besucher kamen zudem gestern in den Genuss eines Vortrags von Pavlo Baron zum Thema »Near realtime analytics – technology choice«.

Unsere Lektorin, Brigitte Bauer-Schiewek verbrachte den gestrigen Tag auf der Veranstaltung, daher haben wir sie heute morgen kurz  gefragt, wie ihr die Veranstaltung gefallen hat.

Was ist denn Ihrer Meinung nach das Besondere an den OBJEKTspektrum Information Days?

Klasse finde ich, dass das Ganze  an 3 Tagen an drei verschiedenen Orten stattfindet, somit eher kleineren Besuchergruppen einen besonderen Austausch ermöglichen.

Ja , das ist ein schlagendes Argument!  Und Sie haben sich natürlich, praktischerweise den gestrigen Tag in München herausgepickt. Was hat Ihnen denn besonders gefallen?

Ich hab mir zuerst die Keynote von Gernot Starke  über „Schnittstellen – Horror der Informatik“ gegönnt. Nach kurzer Zeit war klar, dass er die Teilnehmer mit seiner amüsanten Art in den Bann gezogen hatte – alle hörten beeindruckt zu.

Gernot Starke, Schnittstellen - Horror der Informatik

Gernot Starke, Schnittstellen – Horror der Informatik

Oh, das klingt tatsächlich sehr beeindruckend, da hätte ich auch gerne mitgehört…

Interessant war auch der Vertrag von Erik Dörnenburg über „Architektur ohne Architekten“. Die 4 Schlussfolgerungen waren:

 1. Architektur ist eine schwierige, sogar gefährliche Metapher.

 2. Architektur ist hauptsächlich, oder sogar ausschließlich, eine fortlaufende Aktivität.

 3. Architektur und Entwicklung können nicht getrennt werden.

 4. Das Meiste, was Architekten tun, sollte von Entwicklern oder Tools oder nicht getan werden.

Ja, fast schon ein Manifest… Und nun noch das beste Erlebnis des Tages?

Mein persönliches Highlight war der Vortrag von Stefan Toth über „Crowdsourcing the Architecture – Der verteilte Architekt“. Stefan hat über die klassische Architektenrolle, alternative Rollenmodelle und unterstützende Praktiken berichtet. Am erhellendsten war sein Fazit über neue Herausforderungen und Vorgehensmuster. Nicht zu vergessen dazu sein wunderbares Buch mit 29 hilfreichen Bausteinen zur Architekturarbeit ):-)), das grade erschienen ist…

Stefan Toth, Crowdsourcing the Architecture - Der verteilte Architekt

Stefan Toth, Crowdsourcing the Architecture – Der verteilte Architekt

Ja, dann vielen Dank für das kurze Feedback!