Firnkes, Seo und Social Media im EinsatzNachdem unser Gemeinschaftsprojekt „SEO und Social Media im Einsatz“ nun seit kurzem für alle Interessierte kostenfrei zum Download bereit steht, werden nun alle Autoren ihr Kapitel aus dem E-Book nach und nach in eigenen Beiträgen vorstellen. Ich beginne diese Beitragsreihe und führe Sie in das Thema Hashtags, Graphsearch und Co. ein, dass Sie im E-Book unter dem Kapitel 9 finden… Dieses können Sie hier herunterladen.

Hashtags, Graphsearch und Co.

Längst haben soziale Netzwerke Einzug in unser Alltagsleben gehalten und dennoch – oder gerade deswegen – ist es äußerst schwierig für Unternehmen und Selbstständige mit ihren Social-Media-Auftritten aus der breiten Masse hervorzustechen. Verantwortlich dafür ist die schier unüberschaubare Menge an Profilen und Seiten in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter.

Täglich werden Hunderttausende Statusmitteilungen und Tweets von Nutzern sozialer Netzwerke veröffentlicht und so ist es nur allzu verständlich, dass viele dieser Mitteilungen in der Masse untergehen. Deshalb wird es immer wichtiger, dass Beiträge mithilfe der Suchfunktionen der jeweiligen sozialen Netzwerke gefunden werden.

Der unterschiedliche Erfolg von Hashtags

Nachdem sich Hashtags beim Kurznachrichtendienst Twitter bewährt haben, haben auch die anderen sozialen Netzwerke nachgezogen und Hashtags in ihre Beiträge integriert. Doch während die Verwendung von Hashtags, gemäß empirischer Daten, auf Twitter zu einer vergrößerten viralen Reichweite führt, ist auf Facebook eher der umgekehrte Trend zu beobachten.

Diese Beobachtung, die aus einer Untersuchung von Edgerank Checker hervorgeht, macht vor allem klar, dass auch beim Social-Media-Marketing Marketingstrategien individuell für das jeweilige soziale Netzwerk zugeschnitten werden müssen.

Doch nicht nur die Plattform, auf der ein Posting veröffentlicht wird, ist relevant für den Erfolg bei der Verwendung von Hashtags, sondern auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Wer Hashtags ausschließlich dazu einsetzt, um seine Beitrags-Reichweite zu vergrößern und dem Leser im Gegenzug dafür keine wertvollen Inhalte anbieten kann, der wird sehr schnell als Spammer wahrgenommen.

Was tatsächlich als Spam wahrgenommen wird, das hängt zwar hauptsächlich vom Nutzer ab, in der Regel kann man jedoch davon ausgehen, dass ein Beitrag der besonders Linklastig ist, das heißt zum Beispiel ein Tweet, der besonders viele Hashtags und Links umfasst, von den meisten Nutzern als Spam wahrgenommen wird.

Abbildung 1: Würden Sie dem Link in diesem Tweet folgen? (Quelle: http://twitter.com/HRW)

Abbildung 1: Würden Sie dem Link in diesem Tweet folgen? (Quelle: http://twitter.com/HRW)

Doch auch hier gibt es Unterschiede zwischen den sozialen Netzwerken. Während die Nutzer bei Twitter einem Tweet durchschnittlich rund 3 Links, das sind rund 25% des Gesamttextes, zugestehen, sollte man bei der Verwendung von Facebook und Google+ darauf achten, nicht mehr als 5% bis 7% des Beitrags mit Links zu schmücken. Dabei kommt auch die Position eines Hashtags zum Tragen. Während sich bei Google+ und Facebook der Trend etabliert hat, Hashtags in einer Liste unter dem Beitrag  zu notieren, ist es auf Twitter üblich, Hashtags an der richtigen Stelle im Fließtext zu positionieren und ihnen so auch eine semantische Bedeutung zu geben.

Nicht zuletzt ist auch das konkret verwendete Hashtag maßgeblich für den Erfolg eines Beitrags. So zahlt es sich meist aus, möglichst spezielle Hashtags zu verwenden, anstatt sich auf allgemeine Hashtags wie beispielsweise #Deutschland zu beschränken. Ebenso wichtig ist es, möglichst aktuelle Hashtags zu verwenden. Ein guter Ansatz dafür ist der Bereich Trends auf der Startseite bei Twitter.

Abbildung 2: Trends auf der Startseite von Twitter (Quelle: http://twitter.com)

Abbildung 2: Trends auf der Startseite von Twitter (Quelle: http://twitter.com)

 

Graphsearch

Mit Hashtags lassen sich Beiträge in konzeptionellen Kategorien organisieren, doch wie lassen sich statische Informationen geeignet organisieren? Auf Twitter funktioniert das ebenfalls mit Hashtags, allerdings hat man auf Twitter auch nur beschränkte Möglichkeiten – nämlich 140 Zeichen – was den Infotext eines Profils angeht.

Aber wie sieht das auf Facebook oder Google+ aus. In diesen sozialen Netzwerken kann man jede Menge Informationen über seine Person angeben, beispielsweise Informationen zum Wohnort, zum Alter, zur politischen Orientierung oder zum Familienstand. Solche Informationen sind zwar hauptsächlich für private Nutzer gedacht, doch auch Seiten ist es erlaubt, adäquate Informationen wie beispielsweise den Standort, das Gründungsjahr oder sogar Preislisten zu veröffentlichen.

Natürlich könnte man diese Informationen einfach im Abschnitt Info notieren und hoffen, dass der Besucher diese liest, doch das ist aus mehreren Gründen nicht besonders sinnvoll. Warum, das zeigt Facebooks neue Suchmaschine Graphsearch. Nur wenn Informationen nach dem von Facebook vorgegebenen Muster eingetragen werden, kann Graphsearch auch semantisch richtig auf diese Informationen zugreifen und dem Suchenden passende Vorschläge liefern.

 

Abbildung 3: Ist der richtige Standort eingetragen, wird man auch von Nutzern die gerade in der Nähe sind, gefunden. (Quelle: http://facebook.com - Graphsearch)

Abbildung 3: Ist der richtige Standort eingetragen, wird man auch von Nutzern die gerade in der Nähe sind, gefunden. (Quelle: http://facebook.com – Graphsearch)

 

Doch auch wenn Graphsearch vor allem Werbetreibende auf Facebook unterstützt sollte man sich immer bewusst machen, dass man durch Graphsearch sehr einfach mit bestimmten, unliebsamen Suchanfragen assoziiert werden kann. So lassen sich unter anderem auch die Gefällt-Mir! Angaben eines Nutzers oder einer Seite ermitteln (für weitere Informationen siehe „Facebook Graph Search: Plötzlich im Rampenlicht“. Deshalb sollten Sie immer daran denken, ihr Profil sauber zu halten, das heißt Inhalte von denen Sie nicht wollen, dass Sie jemand liest, müssen konsequent gelöscht werden, denn mit Graphsearch ist es jedem Besucher möglich, diese Informationen wiederzufinden.

Das ganze Kapitel zum Thema finden Sie in unserem kostenlosen Blogger-E-Book SEO und Social Media im Einsatz. Dieses steht Ihnen im Beitrag Es ist soweit: “SEO und Social Media im Einsatz” kostenlos downloaden jederzeit kostenfrei zum Download zur Verfügung!