Heute stellen wir Ihnen den Autor und Übersetzer Andreas Brandhorst vor und sprechen mit ihm über die Übersetzung des Wissenschafts-Thrillers von Tom DeMarco „Als auf der Welt das Licht ausging“, die bei uns im November 2014 erscheinen wird. Sie können schon einmal im 15. Kapitel des Thrillers probelesen!

Redaktion: Herr Brandhorst, schön, dass Sie bei unserem kleinen Interview mitmachen. Sie sind Autor und Übersetzer und arbeiten aktuell an der Übersetzung des Wissenschafts-Thrillers von Tom DeMarco, der bei uns unter dem Titel „Als auf der Welt das Licht ausging“ erscheinen wird.

Unsere Leser kennen Sie bereits als Autor der Kantakti-Romane, der „Kinder der Ewigkeit“ und weiterer Science-Fiction-Romane. Zuletzt haben Sie den deutschen Science-Fiction-Preis für Ihr Buch „Das Artefakt“ erhalten. Wie war das für Sie?

Die Auszeichnung für den besten deutschen Science-Fiction-Roman des Jahres 2013 hat mich natürlich sehr gefreut. Ich habe darin nicht nur Anerkennung für die harte Arbeit gesehen, die in „Das Artefakt“ steckt, sondern auch für den Weg, der mich dorthin brachte. Ein solcher Preis ist wie jemand, der einem auf die Schulter klopft und sagt: „In Ordnung, mach weiter so.“

Gerade ist Ihr Buch „Das Kosmotop“ erschienen. Worum geht’s denn darin?

„Das Kosmotop“ ist eine große Space Opera, ein breit angelegter Abenteuerroman, der im Weltraum spielt und mit dem es mir hoffentlich gelingt, dem Leser einen „Sense of wonder“ zu vermitteln, ihn staunen und mitfiebern zu lassen. Es geht um einen der letzten Menschen, die noch existieren, um einen Mann des Friedens, der gezwungen ist zu kämpfen, um die Völker der Galaxis vor einer schrecklichen Gefahr zu bewahren.

Das verspricht ein spannendes Lesevergnügen! Als Übersetzer sind Sie vor allem bekannt für die Bücher von Terry Pratchett. Wie sind Sie zur Übersetzung unseres Titels „Als auf der Welt das Licht ausging“ gekommen?

Die zuständige Lektorin, Frau Brigitte Bauer-Schiewek, kannte meine Romane und Übersetzungen und hielt mich für den geeigneten Kandidaten, „Andronescu’s Paradox“ bzw. „Als auf der Welt das Licht ausging“ zu übersetzen. Sie setzte sich mit mir in Verbindung, und ich bin gern bereit gewesen, auf ihr Angebot einzugehen, denn es ist ein sehr interessanter Roman.

Es dreht sich alles rund um den Physiker Homer Layton und seine Assistenten und seinen geheimnisvollen „Layton-Effekt“, der die Zeit verlangsamen und mit einem unerwarteten Nebeneffekt der verlangsamten Zeit, die Welt revolutionieren könnte! Möchten Sie unseren Lesern den Nebeneffekt kurz erklären?

Die durch den Layton-Effekt um einen winzigen Bruchteil veränderte Zeit wirkt sich nicht auf die menschliche Wahrnehmung aus, aber dadurch laufen gewisse chemische Reaktionen langsamer ab. Es lassen sich keine Streichhölzer mehr entzünden, Verbrennungsmotoren können nicht mehr gestartet werden … und Atomsprengköpfe können nicht explodieren. Der Layton-Effekt verhindert einen Atomkrieg auf der Erde, aber er nimmt ihr auch die Errungenschaften der modernen Zivilisation – auf der Welt geht im wahrsten Sinne des Wortes das Licht aus.

Wir dürfen an dieser Stelle bereits verraten, dass es ein recht umfangreiches Buch werden wird. Der Verlag plant in etwa 600 Seiten. Wie lange arbeiten Sie schon an der Übersetzung und wie viel haben Sie aktuell fertiggestellt? Gibt es Besonderheiten bei der Übersetzung?

Ja, es ist ein sehr umfangreicher Roman, ein „Schmöker“, in den man so richtig schön eintauchen kann. An der Übersetzung arbeite ich, die Vorbereitungen mitgerechnet, seit Februar, und jetzt sind etwa siebzig Prozent fertiggestellt. Als Besonderheit zu nennen wären vielleicht die hochinteressanten und fundierten wissenschaftlichen Passagen und die sehr glaubhaften, plausiblen Schilderungen der Konsequenzen, die der Layton-Effekt für unsere Welt hat, wie er unser Leben verändert.

Für alle, die nun gespannt auf das Buch warten, hat der Verlag eine Leseprobe bereitgestellt, die das 15. Kapitel enthält. Wie ich hörte, haben Sie die Leseprobe ausgewählt, warum gerade dieses Kapitel?

Ich habe das 15. Kapitel „Der Mann, der eingriff“ ausgewählt, weil dem Leser der Leseprobe, der die anderen Kapitel ja nicht kennt, dort klar wird, worum es geht. Das Kapitel ist kein „Spoiler“, es nimmt in dem Sinn nichts vorweg, aber es vermittelt eine gute Vorstellung davon, was der Leser von dem Roman erwarten darf: eine mitreißende Geschichte, die einen nicht loslässt, weil man immer wissen will, wie es weitergeht.

Herzlichenm Dank für das Interview, Herr Brandhorst!

43960_DeMarco_U1_Leseprobe.inddUnd hier geht es zur Leseprobe des 15. Kapitels.

 

Das Gewinnspiel ist abgeschlossen! [Gewinnspiel-Details gelöscht. Hanser Update Redaktion, 29.08.2014]