Blogparade Content Marketing

Am 28. Mai starteten wir gemeinsam mit Michael Firnkes die Blogparade: Content Marketing – Heilsbringer oder Hydra? Von da an warteten wir gespannt, wer sich wohl mit welchen Beiträgen an der Blogparade beteiligen würde. 11 Blogs haben sich an der #contentparade beteiligt, eine schöner Erfolg! Mit dieser Zusammenschau der Beiträge danken wir allen, die sich im Rahmen der Blogparade zum Thema Content Marketing geäußert haben!

Bei der Blogparade galt es, sich mit einigen Fragen auseinanderzusetzen:

Was ist Content Marketing: Vermarktungs-Wunderwaffe, purer Hype oder gar Augenwischerei? Alter Wein in neuen Schläuchen? Oder der tatsächliche Umbruch des Onlinemarketings, weg von der (SEO-)Technik hin zu ehrlichen Inhalten?
Nutzt Content Marketing dem Web, oder schadet es eher?

Bereits am 13. Juni bekamen wir die erste Meldung von Martin Reti herein, der seinen Beitrag eigentlich unabhängig von der Blogparade veröffentlicht hatte und dann auf unseren Aufruf zur Blogparade stieß.

In seinem Beitrag Gute Inhalte entscheiden: Content Marketing bietet er uns vor allem eine umfassende Begriffsklärung von Content Marketing und zeigt dabei Chancen für  IT-Unternehmen auf:

„So können IT-Anbieter beispielsweise einerseits die Trends des Marktes für Nicht-IT-Leute verständlich aufbereiten und im gleichen Zuge ihre Lösungen oder Kundenbeispiele zur Erläuterung heranziehen.“

Aus dem  Beitrag Content Marketing: ein ungeeignetes Buzzword, den Klaus Breyer am 27. Juni zur Blogparade veröffentlichte, ist zu entnehmen, dass „Content Marketing […] kein losgelöstes Tätigkeitsfeld, sondern logische Konsequenz“ für ein Unternehmen sei, das sich ganz auf die Bedürfnisse seiner Zielgruppe einstellt, ganz nach dem Motto: „man kann auch einfach mal “Empathie machen”.“ Sehr schön!

Den dritten Beitrag lieferte Sybille Sterzer am 29. Juli. In Unique Content ist die beste Suchmaschinenoptimierung hebt sie, wie der Titel bereits verrät, die Suchmaschinenoptimierungsqualitäten von Webseiten-Inhalten hervor und geht auf die Gewinner und Verlierer derer ein, die sich mit diesem Thema befassen oder eben nicht.

„Die Gewinner sind gut gepflegte Blogs, die sich einem Themengebiet verschrieben haben. Die neuen Updates sind die Chance auch für kleine Websites auf die vorderen Suchergebnisplätze zu kommen. Voraussetzung dafür ist so genannter Unique Content, also hochwertige, redaktionell aufbereitete Inhalte, die es nur auf dieser Seite so gibt.“

Reinhard Neuhold beteiligte sich am 1. Juli mit dem Beitrag Content Marketing  – ein Gespenst geht um in der Werbung. Er zeigt uns, dass Content Marketing nichts Neues ist und seit jeher von einigen Unternehmen, wie beispielsweise Michelin, gelebt wird. Besonderes Augenmerk sollte aber neben der zielgruppengerechten Inhalte-Generierung auf der Vermarktung eben dieser Inhalte liegen. Dies zu leisten, ist für viele Unternehmen gelinde gesagt, noch eine Herausforderung.

„Und das betrifft durchaus nicht nur die NYT sondern fast alle klassischen Tages- und Wochenzeitungen. Die HuffPo, Buzzfeed oder heftig zeigen das. Hier wird “Content produziert” – und zwar erfolgreich, denn er findet sein Publikum und nicht anders herum!“

Einen Tag später lieferte Claudia Dieterle ihren Beitrag Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Content Marketing. In diesem bietet sie ihren Lesern, ähnlich wie Martin Reti, eine gründliche Begriffserklärung inklusive der Vorteile von Content Marketing und kommt zu dem Schluss:

Content Marketing ist einfach nur die moderne Bezeichnung für Vermarktung mit digitalen Medien. Es ist weder alt noch neu, etwas zu vermarkten, nur die Art und Weise ändert sich durch das Internet.“

Gute zwei Wochen später kamen drei weitere Beteiligungen hinzu: Andreas Nejberts Fokus im Beitrag Effektive Marketing-Strategie oder wie funktioniert Content Marketing? liegt auf der Abgrenzung des Content Marketings von der traditionellen Strategie“: „Bring den Käufer auf deine Website und verkaufe ihm dein Produkt!“. Er beschreibt, wie es von Start Up’s erfolgreich eingesetzt werden kann und geht auf die Nachhaltigkeit der Strategie ein. Er wird die Umsetzung des Content Marketings in der Praxis  in einem gesonderten Blog-Beitrag abhandeln. Wir freuen uns, bald mehr von ihm zu lesen!

Dann kam Uwe Freese ins Spiel: Der Titel Content Marketing – Heilsbringer oder Hydra? Wir geben Antworten! ließ uns aufhorchen. Ein Klick in den Beitrag und tatsächlich: der Autor hat sich die Mühe gemacht, alle Fragen der Blogparade, die zweifelsohne lediglich als Anregung dienen sollten, detailliert zu beantworten. Content Marketing, eine Vermarktungswunderwaffe? Nein, es stelle vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit der Kundenansprache dar, die vor allem im Bereich von komplexen und erklärungsbedürftigen Gütern, Produkten oder Dienstleistungen zum Tragen kommt“. Dass Content Marketing gerade eine Hype-Thema ist, begründet er mit der Intensität, die das Thema überall erfährt, allerdings ohne den Effekt, schnell wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Damit stützt er auch die Nachhaltigkeitsthese von Andreas Nejbert. Außerdem sieht er die Entwicklung zum Content Marketing nicht als neu an (siehe Permission Marketing (Seth Godin)), sondern eher als Rückbesinnung auf den Kunden und als logische Entwicklung der Kommunikation im Internet:

Es hat eine Demokratisierung der Kommunikation stattgefunden – von der Einwegkommunikation der Werbetreibenden zur Mehrwege-Kommunikation aller Marktteilnehmer.“

Nun schauen wir uns den Beitrag von Stefan Schütz, Im Zweifel Content Marketing, an. Auch er kennt den Content-Begriff seit jeher als Bestandteil des Marketing-Mixes und kommt zu dem Schluss, dass Content Marketing weder Heilsbringer noch Hydra ist! Auch er bringt den Nachhaltigkeitsaspekt für die Unternehmen ins Spiel, die Content Marketing erfolgreich umsetzen:

Bei Gelingen droht die Wahrnehmung als Influencer, Experte, Berater oder (Allein)Unterhalter. Kein schlechter Gedanke mit Kompetenz, Know-how, Philosophie oder Reputation in Verbindung gebracht zu werden. Korrigieren Sie mich…“ Schön!

Den Schluss machen die drei Beiträge von Robert Weller, Jan Pötzscher und Steve Naumann:

Robert Weller kennen Sie vielleicht schon als einen der Autoren bei unserem Blogger-E-Book SEO & Social Media im Einsatz, das im Februar erschienen ist und hier auf dem Blog kostenfrei zum Download steht. In seinem Beitrag zur #contentparade Content Marketing: Kein Hype sondern Teil des Inbound Marketing Prozesses schreibt auch er, dass es sich hier nicht mehr nur um einen puren Hype handeln könne, da das Content Marketing bereits vielschichtig in diversen Marketing-Disziplinen integriert ist. Content Marketing ist für ihn Bestandteil des Inbound Marketings, ein Marketingansatz, der darauf abzielt, als Unternehmen von Kunden gefunden zu werden“. Näheres zum Inbound Marketing finden Sie auch in seinem Beitrag Marketing Trends: Inbound Marketing ist in, Outbound Marketing ist out. Sein Fazit: Content Marketing ist eine Einstellung.

Jan Pötzscher wundert sich in seinem Beitrag Content ist immer noch King – was sonst? erst einmal über unsere Fragen zu Content Marketing. Hat er doch nie die zielgruppenorientierte Ansprache durch Soziale Medien angezweifelt. Aber in Hinblick auf die Herangehensweise vieler, Content nur für die Suchmaschine zu schreiben, macht er sich für wirklich guten Content stark, der eine klare Nutzerfokussierung der Inhalte“ aufweisen sollte.

Bleibt uns noch der Beitrag von Steve Naumann: Content Marketing – Inhalte sollen inspirieren, bilden und anleiten. Den Kern seines Artikels bildet die Aussage, dass Content Marketing oder die Verbreitung von Content über mehrere Ebenen geschehen sollte. Genaugenommen ist das der gleiche Ansatz, den Reinhard Neuhold in seinem Beitrag zur Blogparade zum Tragen kommt: Content Marketing braucht in jedem Falle eine kluge Vermarktung!

Fazit:

Im Zweifel und jetzt mopse ich mir kurz mal den Titel von Herrn Schütz – also im Zweifel Content Marketing! Alle Beiträger haben innerhalb dieser Blogparade die positiven Seiten und Auswirkungen des Content Marketings beschrieben. Hype und zugleich ein Ansatz, der uns noch lange beschäftigen wird, und das klassische Marketing bereichert oder gar ersetzt. Ob nun ein neuer oder ein inzwischen alter Hut; er passt ausgezeichnet  – dem Unternehmer und dem Kunden!

Möchten Sie noch etwas zu dem Thema Content Marketing beitragen? Dann hinterlassen Sie Ihre Meinung im Kommentar!