Willms_vorgestellt! BüchermacherNachdem wir Ihnen beim letzten Mal Bjarne Stroustrup vorgestellt haben, dreht es sich diesmal um André Willms, den Fachlektor seiner Bücher „Die C++-Programmiersprache“ und „Eine Tour durch C++“. 

 

Herr Willms, Sie sind erfolgreicher Autor einiger C++-Bücher und Fachlektor der Bücher von Bjarne Stroustrup. Bitte stellen Sie sich doch kurz vor.

Ich denke, die wichtigsten Fakten über mich in punkto Fachlektorat sind, dass ich seit 1997 als IT-Trainer tätig bin und hauptsächlich C++ unterrichte, zusätzlich auch Java, C# und Datenbankdesign. Darüber hinaus habe ich in diesem Zeitraum über ein Dutzend eigene Bücher zum Thema C++ geschrieben.

 

Schildern Sie doch mal unseren Lesern, wie Ihr Arbeitsalltag als externer Fachlektor genau aussieht.

Eigentlich ziemlich unspektakulär. Auf dem einen Bildschirm öffne ich den übersetzen Text, auf dem anderen das Original und dann lese ich beides mehr oder weniger parallel. Bei Zweifelsfragen wird zusätzlich noch der ISO-Standard geöffnet.

 

Wie kamen Sie zum Fachlektorat der beiden Titel von Bjarne Stroutrup?

Das Lektorat hat mich gefragt, ob ich Interesse habe.

 

…und dann haben Sie eben zugesagt! Wie eng war denn die Zusammenarbeit mit dem Übersetzer während der Arbeit und gab es bei diesem Projekt besondere Herausforderungen?

Durch den Arbeitsprozess bedingt, hatte ich hauptsächlich mit dem Übersetzer Frank Langenau Kontakt. In den vorliegenden Buchprojekten kann man sich das Zusammenspiel so vorstellen:  der Übersetzer Frank Langenau übersetzt und stellt eventuell Fragen bei Zweideutigkeiten. Danach lese ich die Übersetzung inhaltlich Korrektur, schreibe auch Anmerkungen, die dann der Übersetzer wieder einarbeitet, und anschließend geht es ins Korrektorat. Das lief super und flüssig. Der Austausch hat mir sehr gut gefallen.

 

Uns interessiert natürlich brennend, wie stark Sie sich mit dem Inhalt der Bücher identifizieren können. Gibt es Bereiche, die Ihrer Meinung besonders herauszuheben gilt?

Das Buch hat für mich eine starke emotionale Komponente. Es hat mich (in Form früherer Auflagen) mein ganzes C++-Leben lang begleitet, war zu Beginn eine wichtige Informationsquelle und dient mir immer noch als Nachschlagewerk bei Detailfragen parallel zum C++-Standard. Insofern hatte ich mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich das Fachlektorat machen wolle. Inhaltlich muss man Stroustrups Stil mögen. Für einen Einsteiger, auch wenn er bereits in C++ programmiert hat, ist es keine leichte Kost. Aber man wird mit sehr viel Einblick in die Sprache belohnt. Das würde ich auch besonders hervorheben: Er gibt Einblick in Code, der von einem richtigen C++-Programmierer unter realen Bedingungen geschrieben wurde. Diese Beispiele sind manchmal didaktisch nicht optimal, aber sehr erhellend.

 

An welchem Projekt arbeiten Sie nun?

Ich habe kürzlich ein eigenes C++-Buch, C++ – Eine kompakte Einführung, abgeschlossen und schreibe momentan zwischen den Schulungen wieder an meinem Roman, der aber nichts mit C++ zu tun hat 😉

 

Dann bleibt es also spannend, vielen Dank für die Einblicke und viel Erfolg bei der Umsetzung Ihres Romans!