Daniela Sprung, Blog_Was ist das eigentlichDer Hype um Blogs mag abflauen, ihre Bedeutung wächst jedoch kontinuierlich. Die Karrierebibel, Deutschlands erfolgreichstes Blog zum Thema „Job und Karriere“, hat festgestellt, dass die Anzahl an Blogs weltweit zunimmt. Waren es im Jahr 2006 noch 35,8 Millionen Blogs, lag die Zahl 2011 bei rund 173 Millionen Blogs. Tendenz steigend.

 

 

Doch was ist ein Blog überhaupt und warum sind sie so populär? Was sollte man beim Blogaufbau beachten und welche Regeln gilt es beim Bloggen zu beherzigen? Was macht guten Content aus, welche Möglichkeiten zur Blogvermarktung gibt es oder was muss in Bezug auf SEO für das Blog beachtet werden? Diese und weitere Fragen werde ich heute und in den nächsten Artikeln beantworten. Über Fragen, Kritik, Anregungen und einen konstruktiven Dialog freue ich mich sehr!

 

Ein Blog ist mehr als nur ein Online-Tagebuch

Zunächst möchte ich erklären, was genau ist ein Blog ist. Obwohl Blogs in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen – und teilweise genauso schnell wieder verschwanden – kennt nicht jeder das Format „Blog“. Schaut man sich die Definition von Wikipedia an, so wird deutlich, dass ein Blog als Tagebuch im Internet gesehen wird. Konkret heißt es da: „Der oder das Blog /blɔg/ oder auch Weblog /ˈwɛb.lɔg/ (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.“[1]

Inzwischen haben sich Blogs aber wesentlich weiter entwickelt. Hatten die ersten Blogs in den 90ziger Jahren tatsächlich noch Tagebuchcharakter, sind sie heute wesentlich professioneller gestaltet. Das liegt zum einen an der sich weiter entwickelnden Technik der verschiedenen Content-Management-Systemen bzw. Blogdienste, wie WordPress oder Blogger.com von Google. Zum anderen aber auch daran, dass sich mit der steigenden Anzahl von Bloggern immer mehr Konkurrenz entstanden ist. Praktisch für jede Interessenslage gibt es Blogs, wie beispielsweise Reise,- Food,- Bastel,- Einrichtungs,- Auto,- oder Technikblogs, um nur einige Themenfelder zu nennen.

Ich werde mich primär auf die Zielgruppe der Selbstständigen, Freiberufler und Autoren konzentrieren, wenn ich über die verschiedenen Themen des Bloggens hier schreibe. Diese Aspekte können auch ohne Probleme von Privatbloggern umgesetzt werden, wenn der Wunsch danach besteht.

 

Motivation und Neugier zählen

Wer sich mit dem Bloggen beschäftigt, wird feststellen, dass dazu eine große Portion Leidenschaft und Motivation gehört. Denn ein Blog braucht Zeit zu wachsen. Eine stabile Leserschaft lässt sich nicht von heute auf morgen aufbauen und ein guter Text benötigt manchmal einige Stunden Arbeit. Dazu zähle ich nicht nur das Schreiben von guten Inhalten sondern auch die Auswahl von geeigneten Fotos, um den Beitrag visuell zu unterstützen, vielleicht ein bisschen Bildbearbeitung und die Verbreitung des Artikels auf den Social-Media-Kanälen.

Ein Blog bietet unendlich viele Möglichkeiten, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Für Selbstständige und Autoren kann das Blog die Basis für die eigene Positionierung sein, neugierigen Lesern einen Eindruck in Ihre Arbeit gewähren oder auch eine Möglichkeit aktuelle Themen zu diskutieren. Sehen Sie das Blog als Ihre Form des Dialogs, denn kein Blog sollte als Einwegkommunikation betrachtet werden. Vielmehr ist das Blog ein Weg, um Anregungen, Ideen und Austausch zu erhalten.

 

Ein Blog braucht Zeit

Neben Motivation und Neugier sollte man auch Zeit mitbringen. Kein Blog hat von heute auf morgen seine Leserschaft. Die Einbindung von sozialen Netzwerken gehört ebenso zum bloggen, wie das persönliche Netzwerken. Der Besuch von Barcamps, Social-Media-Veranstaltungen oder auch Events, wie die der re:publica bieten sich dafür an. Der persönliche Austausch ist wichtig, um andere Eindrücke zu erhalten und zu lernen, wie andere Blogger arbeiten oder auch um sich über Neuigkeiten aus der Branche zu informieren.

Blogs haben sich als ein eigener Kommunikationskanal etabliert und gut gemacht können sie eine echte Bereicherung sein für den Leser und den Blogger selbst. Als Teil der eigenen Positionierung bieten sie sogar die Möglichkeit zusätzlichen Umsatz zu erzielen. Für Selbstständige und Freiberufler können Blogs eine interessante Plattform sein, um zukünftige Auftraggeber anzusprechen und das eigene Potential fernab der Masse vorzustellen.

Egal, für welche Art von Blogs Sie sich entscheiden: Ich wünsche Ihnen viel Spaß damit und freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Blog